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Die SEPA-Lastschrift

Die bisherigen nationalen Lastschrift-Verfahren werden im Zuge von SEPA zum 01.02.2014 abgelöst und auf die SEPA-Lastschrift-Verfahren umgestellt. Mit den SEPA-Lastschrift-Verfahren können dank einheitlicher Standards fällige Rechnungsbeträge eingezogen werden – sowohl innerhalb Deutschlands als auch grenzüberschreitend.

Im Vergleich zur SEPA-Überweisung bedeutet die SEPA-Lastschrift sowohl für Verbraucher als auch Unternehmen einige Neuerungen und Veränderungen.

SEPA-Basis-Lastschrift Prinzip

SEPA-Basis-Lastschrift Prinzip: Für eine größere Ansicht bitte anklicken.

Was ändert sich?

  • Es gelten zwei Verfahren: die SEPA-Basis-Lastschrift und die SEPA-Firmen-Lastschrift
  • Angabe von IBAN und BIC statt Kontonummer und Bankleitzahl
  • Exaktes Fälligkeitsdatum für die Kontobelastung im Gegensatz zur nationalen Lastschrift
  • Erstattungsanspruch bis zu 8 Wochen ab Belastung – ohne Angabe von Gründen! Bei der SEPA-Firmen-Lastschrift entfällt dieser Erstattungsanspruch
  • SEPA-Lastschriftmandat für den Einzug erforderlich
  • Gläubiger-Identifikationsnummer des Einreichers und die Mandatsreferenz erhöhen die Transparenz
  • Einreicher können Lastschrift nicht mehr direkt einziehen, sondern müssen unter Berücksichtigung einer Vorlaufzeit – abhängig vom Status des SEPA-Lastschriftmandats – eingereicht werden
  • Verwendungszweck reduziert sich auf 140 Zeichen

Wie funktionieren die neuen SEPA-Lastschrift-Verfahren?

Für die SEPA-Lastschrift gibt es zwei Verfahren:

SEPA-Basis-Lastschrift
(sog. SEPA Core Direct Debit)
  • Die SEPA-Basis-Lastschrift wird zwischen Unternehmen und Kunden genutzt.
  • Sie beinhaltet viele Elemente des bekannten Einzugsermächtigungsverfahrens.
  • Zieht z. B. ein Stromversorger von einem Privatkunden einen Rechnungsbeitrag oder das Fitnessstudio den monatlichen Beitrag seines Mitglieds ein, wird sie verwendet.
SEPA-Firmen-Lastschrift
(sog. SEPA Business to Business Direct Debit)
  • Die SEPA-Firmen-Lastschrift hingegen ist ausschließlich für den Verkehr mit Geschäftskunden vorgesehen.
  • Damit ähnelt sie dem bisherigen Abbuchungsverfahren.
  • Der Zahlungspflichtige darf kein Endverbraucher sein.
  • Nach erfolgter Einlösung besteht kein Erstattungsanspruch.

SEPA-Lastschriftmandat erforderlich

Die Voraussetzung für das SEPA-Lastschrift-Verfahren ist künftig das SEPA-Lastschriftmandat. Dieses ermächtigt den Zahlungsempfänger, den fälligen Beitrag beim Zahlungspflichtigen einzuziehen. Neben dieser Zustimmung des Zahlungspflichtigen beinhaltet die Mandatsreferenz die Gläubiger-Identifikation des Zahlungsempfängers und bildet ein verpflichtendes Merkmal zur kontounabhängigen und eindeutigen Kennzeichnung des Lastschriftgläubigers.

Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?

Beim SEPA-Lastschriftmandat handelt es sich um eine rechtliche Legitimation für den Einzug von SEPA-Lastschriften. Es dient zudem dazu, die jeweiligen Teilnehmer des SEPA-Lastschrift-Verfahrens eindeutig zu identifizieren.

Das SEPA-Lastschriftmandat beinhaltet:

  • die Zustimmung des Zahlungspflichtigen zum Einzug
  • den Antrag an das (eigene) Kreditinstitut die Zahlung einzulösen

Es enthält folgende Angaben:

  • Name, Anschrift sowie Gläubiger-Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers
  • Mandatsreferenz, die von Zahlungsempfänger vergeben werden muss
  • Angabe des Mandatsstatus, z. B. ob eine einmalige Zahlung oder eine wiederkehrende Zahlung dargestellt wird
  • Name, Anschrift, Kontoverbindung sowie Unterschrift und Datum der Unterschrift des Zahlungspflichtigen

Das SEPA-Lastschriftmandat wird vom Zahlungsempfänger ausgegeben. Er muss seine Angaben im Mandat hinterlegen, die Mandatsreferenz vergeben und dem Zahlungspflichtigen zur Kenntnis und Unterschrift zukommen lassen.

Mehrere Beispiele für SEPA-Lastschriftmandate finden Sie auf der Webseite der Deutschen Kreditwirtschaft

Beispiel: Lastschriftmandat
Beispiel: Lastschriftmandat. bitte anklicken für eine größere Ansicht.

Die Gläubiger-Identifikationsnummer

Die Gläubiger-Identifikationsnummer – auch Creditor-Identifier oder kurz Gläubiger-ID genannt – ist eine kontounabhängige eindeutige Kennung. Sie ist EU-weit für das SEPA-Lastschrift-Verfahren zwingend erforderlich, da sie den Zahlungsempfänger (Gläubiger) identifiziert. SEPA-weit ist die Gläubiger-Identifikationsnummer maximal 35 Stellen lang, in Deutschland hat sie eine Länge von 18 Stellen.

Die Gläubiger-Identifikationsnummer hat folgenden Aufbau:

  • Stellen 1-2:
Ländercode, z. B. DE für Deutschland
  • Stellen 3-4:
Prüfziffer, z. B. 98
  • Stellen 5-7:
dreistellige alphanummerische Kennzeichnung des Geschäftsbereiches, z. B. ZZZ
  • Stellen 8-18 bzw. 35:
nationales Identifikationsmerkmal, z. B. 09999999999

Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist nicht frei selbstwählbar, sondern muss bei der Deutschen Bundesbank über das Internet beantragt werden.

Beispiel: Gläubiger-Identifikationsnummer
Beispiel: Gläubiger-Identifikationsnummer
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