Lohnt sich die Software noch?

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Otto175
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Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von Otto175 »

Liebes Forum,
ich möchte nicht herumstänkern. Trotzdem fällt mir im letzten halben Jahr einiges auf.
Vorab:
Ich unterhalte diverse Konten bei der ING, DKB, Commerzbank und Sparkasse.
1. ING erlaubt es nicht mehr, Buchungen vorzunehmen - mit StarMoney kann ich also lediglich Kontostände abrufen. Zudem unterhalte ich dort noch 2 verschiedene Depots. Bewegungen kann ich nur noch Online machen.
2. Die Buchungen bei der DKB erfordern wesentlich mehr Arbeit durch Eingabe von TAN- und IBAN-Nummern - bei der Sparkasse werden TAN-Nummern automatisch oder auf Knopfdruck übertragen. Nummern abzutippen birgt immer die Gefahr von Fehleingaben. Online geht das genauso schnell.
3. Bei der Commerzbank bin ich wegen der Möglichkeit des VL-Sparens mit ETFs gelandet. Hier bietet sich ebenfalls keine Möglichkeit mit StarMoney zu arbeiten.
Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass die Schuld bei StarMoney liegt. Aber ich nutze eigentlich eine Software, um den Überblick über alle finanziellen Dinge zu behalten und zudem das Online-Banking zu vereinfachen.
Die Einstellung bestimmter Schnittstellen der Banken und die Einführung neuen "Sicherheiten" sind für mich mittlerweile eher ein Kreuz als ein Segen.
Am Ende bleibt die Frage, ob man das nicht alles nur noch Online macht, wenn mir die Banken und in der Folge die Software am Ende nur noch Fragen stellt, bzw. ich nur noch Zahlen abtippe oder Apps zur Bestätigung benötige.
Seit wann sind eigentlich Mobile-Telefone sicherer wie ein REINERSCT-Kartenleser? Wenn das Mobilphone einfach mal wegkommt oder geknackt wird, ist der Zauber der Geschichte "Online-Banking im Stehen an der Bushaltestelle" schnell vorbei. Ein ordentlicher Workaround stellt sich bei mir einfach nicht mehr ein. Ich sitze nun mit PC, Girokarte und MobilPhone da und mache Bankgeschäfte. (Ich habe mich auch gefragt, was die Abschaffung der HBCI-Karte sollte. Wer sitzt denn im Hausanzug mit Girokarte am PC - die Karte ist immer im Port­mo­nee - was ich zumindest nicht im Hausanzug mit mir herumtrage)
Insofern bin ich zurzeit etwas ratlos, was das neue "sichere" Online-Banking betrifft. Für jede Bank brauche ich 1-2 Apps, um Banking zu machen - seit wann sind MobilPhone so sicher? Sind keine Datengrappschenden Apps mehr am Markt (wäre erstaunt)? Dazu kommt ja noch, dass die Banken gerade dabei sind, die Girokarte (EC-Karte) so langsam abzuschaffen und die VISA-Cards langsam alle zu Debitkarten umfunktioniert werden oder auf die eine oder andere Art Kosten verursachen. Letzteres hat natürlich gar nichts mehr mit StarMoney zu tun hat, aber auch hier benötige ich für verschiedene Finanzaktion mehrere Karten: Autoverleih verschmäht VISA, weil man Beträge nicht blocken kan - dafür kann man damit aber kostenfrei Geld abheben. Die Mastercard brauche ich dann für den Autoverlei und zum Zahlen in den Geschäften, wo man die VISA nicht nimmt - dafür bezahle ich aber für das Geld abheben dann in Italien z.B. 10 Euro. Wie gesagt, die neuen Karten haben nichts mit StarMoney zu tun. Es ist am Ende das Gesamtpaket rund um Finanzen. Am Ende sind die Banken Safe, der Kunde lässt sich das Handy am besten unter die Haut chippen!
audiolet
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von audiolet »

Hallo!
In wieweit der Einsatz einer Homebanking-Software im jeweiligen Einzelfall noch sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber auch wenn man Aufträge nur noch per App oder Webseite beauftragen kann (ING), kann es sich lohnen, weil man dann ja doch noch einen Gesamtüberblick über alle Konten auf einen Schlag haben kann.
Ein weiterer Vorteil ist die längerfristige Historie, die du evtl. über viele Jahre aufgebaut hast. Zzgl. bereits längst geschlossener Konten.
Und bzgl. Sicherheit PC vs. Phone, so ist in der aktuellen Finanztest ein Test von Multibanking-Apps. Und dazu ein Interview mit einem Experten, der darlegt, dass Phones eher sicherer sind als PCs, da man hier im Allgemeinen weniger Rechte hat, irgendetwas am OS zu verändern und dadurch zusätzliche "Lücken" zu öffnen. Wobei es da natürlich auch mit auf die Aktualität des Phone-OS ankommt.

Davon ab aber auch noch ein paar Korrekturen zu deinen eher off-topic Aussagen:
Otto175 hat geschrieben: So., 23. Jan 2022 18:26Autoverleih verschmäht VISA, weil man Beträge nicht blocken kan
Also wenn, dann betrifft das nur die Visa Debit Karten. Es gibt aber auch weiterhin Visa Credit Karten mit Verfügungsrahmen, wo sich Beträge blockieren lassen. Und technisch könn(t)en Autoverleiher auch Debit Karten für die Kaution akzeptieren. Und für die Zahlung an sich dürfte es keine Relevanz haben, ob Debit oder Credit.
Otto175 hat geschrieben: So., 23. Jan 2022 18:26Die Mastercard brauche ich dann für den Autoverlei ...
Auch von Mastercard gibt es Debit Karten. Die würde der Autoverleiher dann genauso für die Kautionshinterlegung ablehnen wie eine Debit von Visa.
Otto175 hat geschrieben: So., 23. Jan 2022 18:26... und zum Zahlen in den Geschäften, wo man die VISA nicht nimmt
Das dürfte im deutschen - und mindestens europäischen - Alltag wohl eher ein sehr untergeordnetes Problem sein. Das nur eins von beiden Schemes (Visa vs. Mastercard) akzeptiert wird. In einigen Ländern dürfte dann eher die "Ausstattung" der Karte (Offline-PIN, Servicecode) ankommen.
Das nur ein Scheme akzeptiert wird, kann wohl eher in ferneren Ländern (Asien, Südamerika) mal vorkommen.
Wenn du jetzt angeführt hättest "wo man Amex nicht nimmt", wäre ich dabei.
Als Backup für Kartenzahlungen in Deutschland wäre da die Girocard dann wichtiger, da es, wenn überhaupt, eher Girocard-only Läden gibt. Außer du trifft z.B. auf ein SumUp-Zahlterminal (oder ähnliches) wo Girocard nicht geht. Dank zweiter Anwendung auf der Karte (Maestro oder VPay) ist das dann aber auch kein Problem. Außer widerum, du hättest eine reine Girocard ohne zweite Anwendung. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob nicht sogar die Commerzbank dazu gehört (?).

Wo man mit Homebanking-Software dann aber natürlich nicht mehr weiter kommt, wenn man Konto oder Depot bei Neo-Banken oder -Brokern hat, die erst gar keinen Zugang per HBCI/FinTS, und meistens noch nicht mal ein (spartanisches) Online-Banking bieten, was man auslesen könnte. Wobei man ein Depot - zumindest bei buy-and-hold Strategie - ja noch manuell als Musterdepot führen kann; was ich z.B. so mache.

Und um zum Abschluß deine als Thema eingestellte Frage noch zu beantworten:
Ja, für mich persönlich lohnt sich der Einsatz einer Hombanking-Software - konkret SM aufgrund der langjährigen Historie - noch.
Bild
Otto175
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von Otto175 »

So weit, so richtig!? Das aber jeder für sich selbst entscheidet, ist eigentlich eine Umschreibung, die für viele Dinge passt und aber die reale Situation in keinster Weise bessert. Ich rede nicht nur für mich, sondern das ist eine Erfahrung der Diskussionen im privaten Bereich.
Natürlich ist es schön, wenn man Software-gestützt eine Übersicht erhält, die früher nur durch akribische Buchführung auf dem Papier zu erreichen war. Das war ja auch ein Ziel der ganzen Aktion und nicht etwa ein netter Nebeneffekt. Wenn sich aber jetzt nach jahrelanger Entwicklung (in die richtige Richtung) wieder eine Kehrtwende einschleicht, ist etwas faul "im Staate Dänemark".
Wenn ich eine Entwicklung "mitbezahle", möchte ich auch partizipieren und nicht beiflicken, bis es dann gar nicht mehr lohnt. Die Software-Hersteller trifft da wohl erst einmal keine Schuld.
Debit-Karten zur Erinnerung: Bisher erfüllten genau diesen Zweck ja die EC-Karten, VISA-Cards (ich halte sie ja in den Händen) sind noch (!) "Kreditkarten", die einmal pro Monat abrechnen.
Nicht nur bei der DKB, sondern auch bei anderen Banken mutiert die ehemalige Kreditkarte in diesem Jahr zur Debitkarte. Nur wer den alten Zustand behalten möchte (weltweites kostenloses Bezahlen), muss etwas tiefer in die Tasche greifen (bei der DKB ca. 30 Euro) - das kümmert zunächst die nicht, die Europas nie verlassen, man kommt dann ja mit Debit aus. Aber aufgemerkt: Sorgenlos "auf der Welt unterwegs" ist dann nicht mehr das Verkaufsargument, man muss einen neuen Aspekt beachten!
Anders ist es in meiner Erfahrung nach mit der Akzeptanz gerade bei VISA. Seit Jahrzehnten sind gerade im Ausland (zuletzt Italien) immer wieder Akzeptanzprobleme bei VISA zu bemerken. Aushelfen musste die klassische Mastercard (und mit klassisch meine ich keine Debitkarte, dafür hatte ich zumindest eigentlich die Girokarte). In Spanien gleich zu Beginn dann Kopfschütteln beim Autoverleih - man akzeptiere nur Mastercard (Kredit).
Der Hinweis, dass auch die Autoverleiher könnten, wenn Sie wollten, hat in der Praxis ja keine Relevanz, denn ich kann die Gründe am "Tresen" nicht wegdiskutieren, dazu nehme ich dann wieder gezwungener Maßen die Mastercard (Kredit) - wie gut, dass ich mindestens 2 Karten dabei habe.
Dass man mit all dem "Unbill" durch geschickte Anpassung des Kunden die Hürden umschiffen kann (Ausgleich durch eigene Initiative), ist klar, macht es aber ja nicht besser. Aber 2 Probleme bleiben mindestens:
1. Für ältere Menschen schließen sich immer mehr Möglichkeiten aus, weil sie mit dem "Nachflicken" nicht mehr zurechtkommen. Man muss sich zuviele unterschiedliche Dinge merken. Auf der einen Seite steigen die Möglichkeiten in der Finanzwelt an, auf der anderen Seite hängt man einen Teil der Kunden ab.
und
2. Die Entwicklung sollte ja in die andere Richtung gehen, nämlich immer mehr Vereinfachung bei immer weiter steigender Sicherheit. Alles andere wäre ja Rückschritt!
Der sogenannte Experte bei Finanztest hat wohl völlig vergessen, dass eine HBCI-Karte am PC nicht zu manipulieren ist, nur die Software. Dass ein SmartPhone sicherer ist, weil man damit kein OS manipulieren kann, ist nicht alles, denn die installierten Apps bestimmen, was mit meinen Daten passiert - eben wie beim PC. Ich kennen zudem einige Leute, die einfache Passwörter verwenden, weil es ja immer schnell gehen muss.
Mit dem PC sitze ich zunächst einmal zu Hause in den eigenen vier Wänden. Mit dem MobilPhone renne ich durch die Welt und es kann immer verloren gehen (liegen gelassen, geklaut, aus der Tasche gefallen) und dann gehakt werden. Ich will damit nur sagen: Das MobilPhone ist nicht besser, sondern man muss dieses genauso mit Augenmerk handhaben, wie seinen PC - mindestens (macht das auch jeder?). ICH und mein PC sind seit 30 Jahren in Ordnung gewesen. Auf einem Minidisplay herumzufummeln macht es nicht smarter. Ich habe sowieso nie verstanden, was 4k und Surround-Sound am Handy zu suchen haben. So etwas bringt es doch erst in einem Kino: großes Bild mit großem Ton - in der U-Bahn? Bankgeschäfte unter dem Blick völlig fremder Menschen - naja!
Insofern bleibt immer noch das Fragezeichen, wohin bewegt sich StarMoney, wenn man nicht mehr alle "Bankverbindungen" bedienen kann und die verbleibenden immer mehr Arbeit machen.
Schönreden hat es wie bei vielen anderen heutigen Themen bisher noch nie gebracht. Die Realität muss zur Kenntnis genommen werden, Missstände nicht zur Kenntnis nehmen ist die Grundlage vieler Probleme heute. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass man Probleme erkennen UND abstellen muss. Das macht aber Arbeit. Nur erkennen ist keine Arbeit und nicht zielführend.
Frischluftfahrer
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von Frischluftfahrer »

Hallo und Guten Tag zusammen,
ich bin wirklich froh, diese Fragestellung hier zu lesen. Auch ich habe mir bereits die gleichen Gedanken gemacht. Dreh- und Angelpunkt ist bei mir auch meine "Hausbank", die Ing.
Ich hoffe, dass die Trolle mit Ihrem "dann wechsle doch die Bank, du Schwachkopf", diesmal draußen bleiben.
Es soll ja Gründe geben, genau die Ing als Bank zu haben.

Ich nehme das Überweisen für zwei Girokonten bei der Ing mit App zur Zeit noch in Kauf, da ich genau die angeführten Gründe in Starmoney schätze:
mehrere statische Offline Konten und Bestände als Übersicht
PayPal, weil es halt geht
Amazon, weil es halt geht
Historie
Verträge
usw.

Ich habe aber auch schon darüber nachgedacht, in ca. einem Jahr Starmoney zu kündigen.
Mit Eintritt in den (wohlverdienten!) Ruhestand lösen "sich" die meisten Konten auf.
Dann bleiben im Prinzip noch die Ing-Konten mit der App übrig. Mit all dem Unsinn (Banking an der Bushaltestelle etc.) mit dem geworben wird.

Auf die ursprüngliche Frage, ob sich die Software noch lohnt, habe ich im Allgemeinen keine Antwort. Nur die persönliche Bewertung. Ich werde Starmoney später höchstwahrscheinlich nicht mehr weiterverwenden.

So schaut es aus.
Bis denne.
erftwalk
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von erftwalk »

Frischluftfahrer hat geschrieben: Mo., 24. Jan 2022 11:41
Ich hoffe, dass die Trolle mit Ihrem "dann wechsle doch die Bank, du Schwachkopf", diesmal draußen bleiben.

Ich habe aber auch schon darüber nachgedacht, in ca. einem Jahr Starmoney zu kündigen.
Mit Eintritt in den (wohlverdienten!) Ruhestand lösen "sich" die meisten Konten auf.
Dann bleiben im Prinzip noch die Ing-Konten mit der App übrig. Mit all dem Unsinn (Banking an der Bushaltestelle etc.) mit dem geworben wird.

Auf die ursprüngliche Frage, ob sich die Software noch lohnt, habe ich im Allgemeinen keine Antwort. Nur die persönliche Bewertung. Ich werde Starmoney später höchstwahrscheinlich nicht mehr weiterverwenden.

So schaut es aus.
Bis denne.
Soweit ich mich erinnern kann, habe ich nur immer dazu geraten, sich zu entscheiden: Bank wechseln oder auf Starmoney verzichten. Wenn beides nicht mehr zu einander passt, hilft kein Jammern oder andere als Troll bezeichnen, da hilft nur Konsequenz.
Erst suchen und lesen, dann erst schreiben.
Klaus
info
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von info »

Die Problematik ist doch nicht neu und wurde schon x-mal im Forum besprochen, denn alle User haben die gleichen Probleme, denn alle User müssen die Fakten/Tatsachen so nehmen wie sie sind.

grob:
a.) die Interessen der Banken, sind halt nicht im Interesse der Kunden.
b.) die technische Entwicklung geht weiter
c.) die Vorschriften (bspw. EU/Sicherheit) haben sich geändert
d.) die Absicherung des Kunden wurde gestärkt (Haftung liegt nur noch zwischen 0 und 100 Euro in der Regel)
e.) die API ist noch nicht soweit, wie diese sein soll
f.) Globalisierung
... noch viele weitere Punkte könnten hier aufgeführt werden.

Des Weiteren könnte die o.g. Buchstaben noch in x-Argumente untergliedert und erläutert werden.
Somit würde dies zwar zur Aufklärung beitragen, jedoch an der Tatsache nicht viel ändern.

In diesem sehr agilen Markt, hat eine Onlinebanking-Software sehr große Probleme, denn bspw. alleine die Funktionsupdates müssen ja mehrmals monatlich ausgeliefert werden und hier machen die Banken ohne (alte) HBCI-/FinTS-Schnittstelle die größten Probleme, denn der Screenscraper bzw. das Makro hat bei jeder kleinste Änderung einen "Schluckauf" (Makro stoppt/bringt falsche Werte usw.).

Aber was kann eine Software (Entwickler), wenn Banken (konkret ING) bzw. deren Manager das Geschäftsmodell ändern und/oder die Kostenschraube anziehen und entscheiden, dass eine HBCI-/FinTS-Schnittstelle an aktuelles Recht einfach nicht angepasst wird? Lt. Management soll der Kunde auch nicht über x-Konten verfügen, sondern an eine gebunden, denn nur so ist es wirtschaftlich und dies ist nun mal Sinn und Zweck. (eine Bank ist kein gemeinnütziges IT Unternehmen)


Der Deutsche vergisst auch immer die (EU) Nachbarländer, für die der aktuelle "System-Stand" (Raketenwissenschaft) fortschrittlich ist, hier waren wir einfach Vorreiter und werden tatsächlich aktuell (ein bisschen) ausgebremst.


Zum Schluss vielleicht aber doch noch eine Ausführung zum Thema HBCI-Karte und dem o.g. Verständnis-Problem.
extrem/stark vereinfacht:
1 Wege-Verfahren = HBCI-Karte
Bei diesem (alten) Verfahren wird der Auftrag mit der HBCI-Karte verschlüsselt und die Bank prüft ob es sicher angekommen ist und entpackt es.
... ähnlich mit einer Geldbombe/Wertkassette wo der Kurier unterschreibt dass er es erhalten und abgegeben hat, was sich darin befindet, weiß der Kurier nicht - so weiß auch der Kunde nicht, was er mit der HBCI-Karte verschlüsselt hat, weil die Software dies ja vorgenommen hat und die könnte kompromittiert sein)

2 Wege-Verfahren = aktuelle Verfahren bspw. pushTAN
hier wird der Auftrag zuerst an die Bank allgemein verschlüsselt übersandt (1 App) und auf dem Rückkanal dem Kunde (auf der 2ten App) dargestellt, schau das wurde uns übermittelt, stimmt dies, wenn ja bestätige es.


Dh. die neuen Verfahren sind eindeutig sicherer, weil man hier ja mit der Gegenseite kommuniziert und nicht blind was "abschließt/bestätigt".
Otto175
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von Otto175 »

Dem kann ich eigentlich sehr gut folgen, info. Wenn gleich es mir nicht gefällt. Auch wenn es schon im Forum besprochen wurde, kann man Missstände nicht häufig genug aufzeigen!
Der Kunde sucht sich natürlich bei allen Dingen wie Wasser den Weg des geringsten Widerstands. Insofern steuert er die unterschiedlichsten Banken an, die ihm dann seine Wünsche erfüllen (sollen/sollten). Ob er nun VL-Sparen mit Aktien machen möchte (ohne hohe Kosten), bei der DKB Kontoführungsgebühren einsparen möchte oder bei der ING Struktur durch Unterkonten wünscht. Hierbei bleibt es nicht aus, dass eben mehrere Banken in einer Software zusammengeführt werden (sollen/sollten).
Die vermeintliche Sicherheit durch die Bidirektionale Kommunikation (so will ich es einmal nennen) wird dann aufgeweicht, wenn wir uns die Realität anschauen.
Es ist ja auch grotesk: wir führen die EU ein, um die Geschäfte zu vereinfachen. Die Banken sind aber nicht dazu in der Lage, eine durchgängig funktionierende Kreditkarte einzuführen - sondern immer nur so ein bisschen.
Thema MobilPhone: in der Realität wählt der Kunde einfache Passwörter und Workarounds, weil das Ganze einfach zu kompliziert wird. Passwörter kann man oft nicht mehr kopieren und einfügen (da sind die USA federführend). Man gibt immer wieder ein kompliziertes Passwort ein, bis dann irgendwann der Kunde die Geduld verliert. Sonderzeichen und Umlaute werden abgewürgt - vielleicht kennt das der Eine oder Andere. Ich konnte oft beobachten, wie am Ende dann mangels "an die Hand nehmen des Kunden" einfachste Passworte herhalten müssen, damit man weiterkommt.
Einmal ein Beispiel (selbst bei einer Bekannten versucht) durch unsere tollen ITler fabriziert:
Anmeldung bei Netflix. Kompliziertes und langes Passwort, wünschenswert. Dazu darauf geachtet, dass auch kein Algorithmus nachvolziehbar ist, d.h. generiertes Passwort zusätzlich wieder verändert
Bei der Eingabe (halbwegs im Blindflug, da man die Zeichen nur kurz sieht) wird man nach Eingabe eines falschen Zeichens -korrekterweise- abgelehnt. Danach kann man 100 Mal das richtige Passwort eingeben, es nützt nichts, denn man muss die Software beenden und neu starten und DANN richtig eingeben. Geduldsaufgabe, denn das wird einem nicht mitgeteilt. Dazu kommen generierte Passwörter in einer Schriftart, bei der kaum der Unterschied zwischen I und l zu erkennen ist (großes I und kleines L).

Halten wir also fest, wir sollen für alles und jedes möglich vernünftige und unterschiedliche Passwörter verwenden. Auch am Handy und auch in der Software:
1. Sonderzeichen. (welche?)
2. Nicht zu korrigierende Passwörter. (wo ist der Hinweis?)
3. Neustart der Software. (ohne Hinweis der Notwendigkeit)
4. Umlaute gibt es im Ausland nicht.
5. Welche Passwörter sind auf dem Handy und sind sie auslesbar?
usw.
Am Ende kommt, was kommen muss: einfache Passwörter, die aus Verzweiflung genommen werden. In der Presse wurde Jahre gejammert, wie blöde doch der Kunde ist, weil er sein Passwort so einfach macht. Man könnte einmal darüber nachdenken.
In USA gibt es zudem eine Beschränkung der Verschlüsselung, wer Wert darauf legt, sollte seine Daten nicht auf Servern in USA ablegen. Dazu kommt, dass der Geheimdienst eine Zugriffsmöglichkeit möchte (wer erinnert sich nicht an den Apple-Prozess mit dem Geheimdienst?).
All das soll dann sicher sein auf einem MobilPhone, was man mit sich umherträgt und mit womöglich einfachem Passwort verloren geht. Man schaue mal still auf die Straße: kaum ein Gerät ist in der Kleidung, sondern dauernd in der Hand. Ich habe Leute gesehen, die die Treppe herunterfallen oder gegen Laternenmaste laufen- weil sie die Geisel des Hochleistungscomputers sind. Ich fand es jedes Mal amüsant.
Am Ende kommt aber der Kernsatz von Info, nämlich gleich Punkt a.).
Und da wundert sich die Welt, wenn es immer mehr "Querdenker" gibt?
Wenn das Bankenmanagement wirklich glaubt, dass der Kunde bei einer Bank bleibt, dann sind sie weltfremd. Der Widerstand wird -denke ich- immer größer werden. Denn am Ende wird es der Banken liebstes kosten: Geld!
Denn dieses Gespräch hier zeigt alleine schon, dass kein Kunde bei EINER Bank bleiben möchte. Denn EINE Bank gibt es schon im Kommunismus und der hat sich bisher nicht durchsetzen können.
Jetzt bin ich mal extrem ausgeglitten, aber Handy sicherer? Ein HBCI-Gerät habe ich noch nie auf dem Sportplatz oder im Schwimmbad verloren. Ich bin nicht überzeugt! Wer brauchte denn mehr Sicherheit? Ich schaue auch etwas seltsam berührt dabei zu, wie die Geldautomaten durch Aldi, Lidl und Co ersetzt werden. Während alle Menschen zusehen, hebt man mal 500 Euro ab? Ich bin weiterhin misstrauisch, denn ich glaube, dass der Weg nicht allzu weit ist und dann Fremde die Bestätigung der Bank abfangen können und für sich verwenden. Aber dann kommt bestimmt das 3-Wege Verfahren ...
Am Ende hat info jedoch die Situation schön für Otto Normalo beschrieben. So ist es eben und dann will ich auch mal Ruhe geben. Zuviele möchten das neue System auch gutheißen.
info
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von info »

Otto175 hat geschrieben: Di., 25. Jan 2022 23:54Wenn gleich es mir nicht gefällt.
wie o.e. wem gefällt es? keinem, dh. in jedem Fall nicht den Endkunden und auch nicht den Entwicklern
Auch wenn es schon im Forum besprochen wurde, kann man Missstände nicht häufig genug aufzeigen!
Die Fakten sind nunmal so und ändern sich auch kaum (zum bessern).
Daher sind es leider immer nur noch Wdh.
Insofern steuert er die unterschiedlichsten Banken an, die ihm dann seine Wünsche erfüllen (sollen/sollten).
das war bisher so, ist aber von den Banken nicht gewünscht - die sogenannten "Rosinenpicker"
und je höher die Hürden werden, desto höher wird der Frust und der Kunde überlegt es sich doch, ob sich dies alles rentiert.
Hierbei bleibt es nicht aus, dass eben mehrere Banken in einer Software zusammengeführt werden (sollen/sollten).
korrekt das war ja auch die ursprüngliche Idee der Onlinebanking-Software (Sicherheit, Übersicht usw.) nur in der Übergangsphase von HBCI-/FinTS-Schnittstelle, über PSD2-konforme HBCI-/FinTS-Schnittstelle zur API, dauert es halt noch.
Auch das neue Ziel (API) wird nicht für alle eine Lösung sein, denn hier darf nicht vergessen werden, dass dies über einen Drittanbieter (Server/Dienstleister) abgewickelt werden muss und dieser möchte/muss ja auch Geld verdienen, somit steigen die jährlichen Kosten.
Hinzu kommt, dass die API nicht einheitlich ist, sondern lediglich einen Rahmen darstellt. Die Software-Entwickler müssen hier also nochmals kräftig umprogrammieren bzw. jeden Partner (Bank) wo angebunden ist, individuell anpassen. Des weiteren, dass die Services dann immer noch unterschiedlich sind.
Die Banken sind aber nicht dazu in der Lage, eine durchgängig funktionierende Kreditkarte einzuführen - sondern immer nur so ein bisschen.
Ein Banker wird kein Manager in der freien Marktwirtschaft :lol:
- es wird immer noch regional gedacht (nur der Kunde ist international/global, dh. hier sind Welten dazwischen)
- gute namhafte Produkte wurden ins Ausland verkauft (der Banker war stolz auf seinen Verkauf, der Käufer hat :lol: )
- wie lange wurde paypal belächelt? die lachen doch zwischenzeitlich über paydirekt
- Girocard wurde nationalisiert bzw. ausgebaut auf EU, wo ja die neue Karte kommen soll - wobei hier ja schon die ersten flüchten.

- selbst im Geldtransfer (Auslandsüberweisungen) ist es doch ein graus, Wise (vormals transferwise) sind doch gut im Markt verankert, mit steigender Popularität. Start war gerade mal 2011
Am Ende kommt, was kommen muss: einfache Passwörter, die aus Verzweiflung genommen werden.
das ist die falsche Haltung, denn es gibt ja Passwort-Manager (bspw. im Chrome) die Systemübergreifend synchronisiert werden können und verschlüsselt sind, durch ein Masterpasswort.

Sollte man diesen Service nicht nutzen wollen, dann können die Passwörter doch die Sichereit haben, wie vorgeschlagen, denn abgerufen werden diese, nach einmaliger Einrichtung, mit dem Daumen/Gesicht oä. und hierfür muss sich wirklich niemand was merken.
Die einmalige Anschaffungskosten, dass die Hardware (Smartphone) dies kann, liegt bei ca. 100 Euro aufwärts, sodass dies wirklich nicht ins Gewicht fällt - insbesondere nicht bei dem Thema Geld, sollte einem dies doch die paar Euro wert sein, ein marktaktuelles Gerät zu nutzen.
Wenn das Bankenmanagement wirklich glaubt, dass der Kunde bei einer Bank bleibt, dann sind sie weltfremd.
nein das nennt sich Kundenbindung bzw. wie o.e. Angebot ausbauen und dem Kunden hohe Hürden aufbauen
...dass kein Kunde bei EINER Bank bleiben möchte.
Diese Meinung muss man nicht teilen, denn für was braucht man mehrere Banken?
Wenn jeder ein Bundesbankkonto hätte und wäre der Geldtransfer doch abgesichert.
Der Markt wird sich stark verändern, denn nicht jeder Ort braucht seine eigene Volks-/Raiffeisenbank - dies ist überholt. Eine Hausbank gibt es soweit auch nicht mehr, denn die neuen Auszubildende wissen wahrscheinlich gar nicht mehr was das ist. (da kannte der Schalter-Mitarbeiter die ganze Familie, wo Enkelkind studiert usw. oder ob Oma den Führerschein finanziert anspart - aber hier sind nicht die Banken alleine Schuld, sondern wir Kunden/Rosinenpicker)

Es wird daher dahin hinaus laufen, dass Finanz-/Geld-/Anlageberater-Centren sich bilden o.ä.
Ein HBCI-Gerät habe ich noch nie auf dem Sportplatz oder im Schwimmbad verloren.
hier ist evtl. ein kabelgebundes Kartenlesegerät gemeint, was ja auch nicht mehr zum Alltag bei einer Privatperson gehört, sondern eher in den Bereich KMU = viele Transaktionen.
des weiteren sind die kabelslosen Kartenlesegerät ja sehr klein und passen in die Hosentasche
erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Lesengeräte nur mit einer Karte funktionieren, dh. mit den entsprechenden Daten, kann ich ja mein eigenes Lesegerät verwenden - der Schlüssel ist hier also eher die Karte.
Ich bin nicht überzeugt! Wer brauchte denn mehr Sicherheit?
uiuiui - nach den o.g. Ausführungen will ich aber nicht Banker sein, wenn auf deinem Konto mal was fehlt
Ich schaue auch etwas seltsam berührt dabei zu, wie die Geldautomaten durch Aldi, Lidl und Co ersetzt werden.
Wenn ich vor der Bank stehe bzw. an innen an den Kontoauszugsdruckern, kann ich doch jeden gehenden Kunden abfangen und zwar evtl. ohne Schutz von anderen Mitmenschen/Käufern.
Auch stellt sich die Frage, warum braucht man noch Bargeld? Gerade seit Corona hat man doch verstanden, dass kontaktloses bezahlen Vorteile hat.
Kartenzahlungen generell dienen zudem für Überblick und teilweise sogar für Garantie-Ansprüche usw. usw. denn nicht jeder Bargeld-Beleg wird archiviert
So ist es eben und dann will ich auch mal Ruhe geben.
vielleicht muss ein generelles "mit dem zufrieden sein, was man hat" auch wieder mal bei jedem ankommen
des weiteren sollte der eigene Stand (sowohl Sachstand, als auch nutzen/workflow) an die neuen aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.


Wie jedoch selbst ausgeführt, ist nicht nur dieses Posting, sondern der Thread ein Rundumschlag, wo sich der eine oder andere User selbst wieder findet und auch tatsächlich was für sich gewinnt/umsetzt.
Eine Software alleine kann es nicht - jedoch wird auch hier eine Weiterentwicklung statt finden und wieder stärker in den Fokus rücken, davon bin ich überzeugt.
Otto175
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von Otto175 »

Wiederholungen:
Den Ausführungen von info kann ich gut folgen. Jedoch nehme ich vieles nicht einfach so hin, ohne manchmal auch darüber nachzudenken. Im Prinzip wäre es mir lieber, wenn ich nicht darüber nachdenken müsste.
So ist es aber nicht. Dass jemandem etwas nicht gefällt, sollte nicht untergehen, sondern muss dann auch immer ausreichend benannt werden. Zu leicht gerät es aus dem Gedächtnis, vielleicht auch deswegen, weil es nicht ausreichend oft wiederholt wurde?! Nerven tut es - das entnehme ich auch der Antwort von info. Jedoch nervt mich m e h r, dass es einfach zugelassen wird. Insofern: Wiederholung ist sehr gut, das war schon in der Schule so!
Auch ausreichend nenne ich es, wenn es unmissverständlich für die Meisten dargestellt ist, dass man nicht einverstanden ist. Das fehlte mir dann etwas ...
Und ich bin eben jemand, der auch am Ball bleibt. Wie die Banken (es sind ja nicht nur die, aber das ist ja Thema), denke ich, dass etwas an dem alten Wort "steter Tropfen höhlt den Stein" dran ist und irgendwann doch Teilerfolge sich einstellen.
Rosinenpicker:
Dem Wort haftet etwas Negatives an. Mit der gleichen Argumentation könnte man dann auch den gesamten Einzelhandel torpedieren, denn wir kaufen dort, wo wir glauben, dass wir etwas sparen können. Rosinenpicken ist also der falsche Begriff, sondern eher ein normales Gebaren in der freien Marktwirtschaft. Verschiedene Banken machen verschiedene Angebote, der Kunde nimmt das Angebot wahr, wo er zumindest glaubt, dass es seinem Vorteil am besten gereicht. Wenn es eine Bank geben würde, die mir alles bietet, was ich mir wünsche, würde ich auch bei der einen Bank bleiben. Am Ende werde ich vielleicht aufgeben und wieder zu einer Bank zurückkehren, wer weiß.
Rosinenpicken Rosinenpicken Rosinenpicken - das kann dann auch mal schiefgehen, wie wir bei den derzeitigen Billiganbietern auf dem Gas- und Strommarkt sehen können. Das gab es aber in vielen Formen in der Vergangenheit, Stichwort "Billigflüge" auch schon. Die Folgen waren dann Pleiten und Arbeitsplatzverlust. Irgendwann hat das Sparen dann ein Ende und irgendeiner muss es dann nachträglich wieder zurückzahlen - meist die Gesellschaft. Gerade zahlt die Gesellschaft wieder 250 Mio. an Galeria Kaufhof. Nachhaltiges Handeln sieht anders aus - wer will das aber schon? Der schnelle Erfolg sofort, das ist gewünscht. Daher wird dann auch in der Presse und am Tresen regelmäßig geknatscht. Vielleicht wäre durch regelmäßige Wiederholung von Missständen und deren Folgen doch einiges besser gelaufen? Ich weiß es nicht ...
Am Ende müssen sich alle eingestehen, dass man mit den meisten eigenen Handlungen zum schlechten Gesamtergebnis beigetragen hat.
Genau das blüht dann auch den Banken, die ja keine Manager der freien Marktwirtschaft sind (wie info ja auch korrekt feststellte), aber immer wieder von ihr eingeholt werden, weil sie es ja nicht sein wollen. Die Energieunternehmen merkten ja auch, dass der Markt mit erneuerbaren Energien so langsam an ihnen vorbeizieht. Da war das Heulen laut und groß (Finanzverluste und Arbeitsplatzverluste inbegriffen).
Finanz-/Geld-/Anlageberater-Centren:
Da ich schon vor längerer Zeit mit Versicherungsmaklern Erfahrungen gesammelt habe, kann ich nur mit größter Skepsis auf die zukünftigen "Finanz-/Geld-/Anlageberater-Centren" warten, denn auch die wollen ja nur mein Bestes und die mittlerweile üblichen Vorgaben lassen ihnen dann ja auch keine Chance. Im Prinzip brauche ich die dann auch nicht, denn Phrasen verkaufen kann die Webseite einer Bank genauso gut. Die Webseiten haben aber einen Vorteil: sie werden nicht krank, machen keinen Urlaub und sind im Ganzen wesentlich preisgünstiger zu haben.
Kartenlesegeräte und Bargeld:
Lose in der Hosentasche herumzutragenden Kartenlesegeräte kenne ich eigentlich gar nicht, zumindest sehe ich niemanden damit. Das Bargeld abzuschaffen ist ebenso das Ziel derer, die auch (!) Schwarzgeld einfangen möchten, wobei man heute sicher sein kann, dass man mit der Abschaffung keine Unternehmen trifft, sondern nur die kleinen Leute. Die Unternehmen haben sich schon in Sicherheit gebracht.
Die Verfechter der Karten unterstützen dies ebenso, denn dann können die Banken hemmungslos den Kunden bearbeiten, ohne dass der durch eine Staatswährung als Ausweichprodukt noch abwandern könnte. Wir sind dann völlig in der Hand der Plastikkartenverfechter. Die Argumentation von info zielt ja immer darauf ab, dass die Kunden vernünftig, vorsichtig und intelligent ihre Finanzen verwalten. Genau das ist ja nicht der Fall, denn
Manche sind schlichtweg zu alt.
Manche sind nicht Willens und Könnens, das zu tun.
Manche können gar nicht mit dem MobilPhone umgehen (gut, mit dem PC dann auch nicht).
Manche verstehen das Wort Passwort und deren Wichtigkeit nicht und steigen vor allem dann aus, wenn sie merken, dass man ja überall so etwas braucht. Und ganz frech: sie sollten sich unterscheiden.
Manche Banken möchten das auch gar nicht.
Am Ende könnte man auch einfach einmal die Frage stellen: Kann man auch gesund und zukunftweisend ehrlich in der Gesellschaft bestehen und alle Angestellten ernähren oder muss die Gier am Ende immer alles kaputtmachen?
kuddel
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von kuddel »

Mittlerweile scheint dieser Thread vollends zum Volkshochschulkurs "Wie schreibe ich einen Roman?" mutiert zu sein. Oder gab's inzwischen ein Preisausschreiben von SM, wer den längsten Beitrag schreibt - und ich hab's einfach nur verpasst?
Jetzt kommt: OT. Stimmt, daher ist jetzt Schluss hier für mich, trotz viel zu kurzen Beitrags :wink: .
Beste Grüße
Kuddel
---
Je weniger du auf negative Menschen reagierst, desto friedlicher wird dein Leben werden.
Übrigens:
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hddiesel
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von hddiesel »

Hallo Otto175,

von HBCI, kannst du bei der Sparkasse auf chipTan-USB und Sparkassen Card umstellen,
statt der HBCI Karte, verwendest du dann die Sparkassen Card, mit deinem erstellten Passwort für Online-Banking.
Einfach einmal bei deiner Sparkasse informieren.
Ist fast so einfach, wie mit HBCI, die Kontenabfragemit Passwort ist noch einfacher, wie mit HBCI.
Nur für deine Kontobewegungen wird die Sparkassen Card benötigt

Auf Wunsch hilft dir auch ein Sparkassenmitarbeiter am Telefon, bei der einfachen Umstellung.

Bei deinen anderen Banken muss nachgefragt werden, eventuell ist hier ebenfalls chipTan-USB möglich.
Zubehör:
chipTan-USB
Sparkassen Card
cyberJack REID standard, oder Komfort

Gruß hddiesel
Gruß Karl
Otto175
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von Otto175 »

Hallo Karl,
die Prozedur/die Handhabung ist mir dabei wichtig. Zunächst mit der HBCI-Karte war ich mir bei den Bankgeschäften sicher. Dadurch dass die Hardware sich außerhalb vom Rechner befindet, war nur der Rechner selbst ein Problem - wenn man den nicht "sauber" hält, dem spielt dann Fremdsoftware das Geld aus der Tasche.
Von mir bemängelte Handhabung:
a) Nach der Einstellung von HBCI konnte man das nur mit der Girocard machen - die befindet sich (bei mir) aber mit den restlichen Karten im Geldbeutel (oder ähnlichem), der ist nicht im Hausanzug. Von Hose/Schrank muss ich sie dann extra holen, wenn ich etwas tun möchte. Am Rechner wiederum bleibt sie schon mal (mit den restlichen Karten) liegen und so fehlen mir die Karten dann schon einmal unterwegs. Schusseligkeit, aber in meinen Augen eben nicht optimiert.
b) Die Sparkasse macht es nun doch recht einfach, indem automatisch zwischen Software und Hardware mit Karte die generierten Zahlen hin und hergeschoben werden können. Das ist wiederum einfach per Knopfdruck möglich!
c) Machen wir das nun bei der DKB, dann müssen IBAN-Nummern des Empfängerkontos UND die TAN-Nummer übertragen werden. IBAN auf ReinerSCT, TAN in die Software am Rechner. 2 Fehlerquellen, die dann bei Kinderlärm oder anderen Ablenkungen schon mal schiefgehen. Dazu die Karte, die man hinzunehmen muss - siehe a).
d) Die ING wiederum lässt ohne Karte Abfragen zu, Überweisungen müssen jedoch seit letztem Jahr Online gemacht werden - mit TAN-Listen.
e) Die Commerzbank macht ebenfalls nur Online, bestätigen muss man aber seine Anmeldung mit dem SmartPhone. Abfragen über Starmoney gehen gar nicht.
f) Volksbank kann man Abfragen, ansonsten braucht man Karte und SmartPhone.
Damit es für Kuddel nicht wieder zu lang wird: Das gesamte Prozedere und die Neuerungen bei Kredit/Debitkarten sind neben der Vielzahl der Apps und der Nutzung von SmartPhones nicht wirklich vereinfachend.
Einzeln mag alles seinen Grund haben, Kundenfreundlich ist da nichts, obwohl ich ja mittlerweile von Partnern bei Versicherungen, Banken, Automarken usw. umzingelt bin. Hätte ich privat solche Partner, wäre ich längst geschieden :wink: :?
Am Ende dann die Frage: "Lohnt sich die Software noch?
Danke trotzdem für den Hilfeversuch, Karl! Aber wie immer muss sich der Kunde fügen! Die meisten User sind nicht genervt genug, Hauptsache scheint das ewige Gefummel am MobilPhone zu sein ...
Übrigens hat Finanztip sich noch einmal genötigt gefüllt bezüglich Kredit/Debitkarten noch einmal für die Einfachen unter uns eine Aufklärung zu schreiben. :)
Ich könnte auch noch einiges zur Kundenbetreuung (durch nicht ausreichend geschulte) schreiben, aber bezüglich der Länge des Textes lasse ich das einmal.
Liebe Grüße
Otto175
erftwalk
Beiträge: 1933
Registriert: Di., 06. Nov 2012 19:31
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Re: Lohnt sich die Software noch?

Beitrag von erftwalk »

Was soll dieses Erbrechen hier? Ab auf die Ignore-Liste.
Erst suchen und lesen, dann erst schreiben.
Klaus
Antworten

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